Modulare Truppausbildung (Grundausbildung)

Basismodul (Truppmann)

Jedes aktive Feuerwehrmitglied absolviert zunächst obligatorisch die modulare Truppausbildung. Diese gliedert sich in ein Basismodul (Truppmann) und in ein Übungsmodul (Truppführer). Beide Module werden jeweils mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen. Erst nach erfolgreichem Abschluss des Basismoduls ist eine Teilnahme an Einsätzen möglich. Das Basismodul vermittelt grundlegende Tätigkeiten eines Trupps innerhalb einer taktischen Einheit für den Lösch- und Hilfeleistungseinsatz , beinhaltet notwendiges Wissen für die spätere Verwendung als Truppführer sowie die Sprechfunker-Qualifikation.

Übungsmodul (Truppführer)

Ähnlich wie im Dualen Berufsausbildungssystem das Grundwissen in der Berufsschule vermittelt wird, erlernt der Feuerwehrmann die Grundfertigkeiten im Basismodul. Diese werden dann im Betrieb (Feuerwehr) vertieft und angewendet. Die erworbenen Kenntnisse werden z.B. in den Einsatzübungen vertieft und gefestigt, dabei lernt der Auszubildende auch die Zusammenarbeit mit z.B. Atemschutztrupps.

Im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten und Einsatzschwerpunkte werden die Übungen der Feuerwehr so gestaltet, dass der angehende Truppführer „im geschützten Raum“ Erfahrungen sammeln kann. Schwerpunkt der Funktion „Truppführer“ ist die Umsetzung eines Auftrags innerhalb der taktischen Einheit, einschließlich des Erkennens von Gefahren und des Reagierens auf Störungen.

 

Gruppenführer und Zugführer

Gruppen- und Zugführer sind die Führungskräfte der Feuerwehr. Sie erkunden die Lage an der Einsatzstelle, verteilen die Aufgaben an die Mannschaft und überwachen den Einsatz. Die dafür notwendigen Lehrgänge werden an den staatlichen Feuerwehrschulen angeboten.

 

Maschinist für Feuerwehrfahrzeuge

Maschinisten bewegen nicht nur das Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn zur Einsatzstelle, sie bedienen auch die mitgeführten technischen Aggregate wie Feuerlöschpumpe oder Stromerzeuger. Verantwortungsbewusstsein und technisches Geschick werden besonders von Maschinisten gefordert.

 

Atemschutzgeräteträger

Atemgifte zählen zu den häufigsten Gefahren im Feuerwehreinsatz. Bei Bränden werden häufig hochgiftige Brandgase freigesetzt, aber auch bei Einsätzen mit Gefahrgut ist Atemschutz unumgänglich. Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger erfordert körperliche Fitness und psychische Belastbarkeit. In mehreren Tagen werden die Teilnehmer im Lehrgängen auf ihre Aufgaben vorbereitet.